Besuch eines Blindenhundes

Kerstin Schubert engagiert sich ehrenamtlich beim Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e. V. und besucht regelmäßig Schulen, um Kindern von ihrem Alltag als blinder Mensch zu berichten. Dabei gewährte sie unsdeneren Schülerinnen und Schülern der 3. Klasse einen sehr offenen und anschaulichen Einblick in ihr Leben.

Mit großem Interesse lernten die Kinder verschiedene Hilfsmittel kennen, die Frau Schubert bei vielen Tätigkeiten unterstützen. Dazu gehören unter anderem eine sprechende Waage, ein Farberkennungsgerät, eine Tastuhr und vor allem ihr Smartphone. Dieses liest Texte vor, nennt die Uhrzeit und ermöglicht das Schreiben von Nachrichten. Aber auch einfache Tricks, wie das Einschenken von Wasser mit einem Finger am Glasrand und die Einteilung des Esstellers analog zu einem Ziffernblatt, verriet Frau Schubert.

Ein ganz besonderer Helfer ist ihr Labradoodle Felix. Der bestens ausgebildete Blindenführhund beherrscht zahlreiche Kommandos (z.B. „Such Tür!“ oder „Such Lift!“) und sorgt dafür, dass Frau Schubert sich sicher in ihrer Umgebung bewegen kann. Die Schülerinnen und Schüler waren von der engen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund sehr beeindruckt.

Zum Abschluss beantwortete Frau Schubert geduldig die zahlreichen Fragen der Kinder. Sie ermutigte sie, gut auf ihre Augen zu achten und Menschen mit Sehbehinderung (z. B. im Straßenverkehr) aufmerksam und hilfsbereit zu begegnen.